Eier aus dem Nichts hervorzaubern, Gedanken lesen oder durch nichts als Magie einen Knoten in ein Seil zaubern – in der Augustin-Wibbelt-Schule geschahen vor den Osterferien 2011 merkwürdige Dinge: Zauberer Casablanca war zu Gast in Wadersloh!

Eine Woche stand die Augustin-Wibbelt-Schule im Zeichen der Zauberei. Konzentration und Fingerfertigkeit statt Deutsch, Mathe oder Sachunterricht standen auf dem Stundenplan. „Abrakadabra” und „Hokus Pokus Fidibus” - kaum waren die Zauberformeln gesprochen, ereignete sich schier Unerhörtes. Plötzlich war ein Knoten in der Schnur, ohne dass eine Hand sie losgelassen hätte, da verschwand Konfetti in einer Box und tauchte erst wenig später wieder auf.

Jedes der 283 Wadersloher Kinder kann jetzt zaubern. Das verdanken sie dem Zauberer Casablanca aus Wipperfürth, der für eine Woche an der Schule zu Gast war. Vier Tage lang stand das Zauberhandwerk mit Rudolf Hofmann, so sein richtiger Name, auf dem Lehrplan. „Eine Woche lang hat er den Kindern verblüffende Tricks beigebracht”, so Rektor Holger Meyer, „für deren Gelingen alle diszipliniert trainieren mussten. Dennoch war es für uns alle ein Riesenspaß!“ Das Lernen kam dabei aber nicht zu kurz: Ganz nebenbei ging es spielerisch um den Umgang mit Zahlen und um ein wenig Physik. Vor allem die Motorik spielt bei Zauberkunststücken immer wieder eine Rolle. „Die Tricks setzen Geschicklichkeit und viel, viel Übung voraus”, so Meyer.


Zwölf Zauberklassen gab es in Wadersloh. Diese waren klassen- und jahrgangsübergreifend organisiert, so dass z.B. Geschwisterkinder stets in einer Gruppe waren. Dabei zeigte sich, dass die Kinder nicht nur über Geschicklichkeit verfügen mussten, sondern auch soziale Kompetenzen gefordert waren, um letztendlich erfolgreich zu sein. So mussten sich die Kinder beim Training gegenseitig helfen, damit die teilweise sehr anspruchsvollen Tricks bei der Premiere auch klappten.

Trainieren mussten die Kinder natürlich nicht nur in der Turnhalle, größtenteils übten die Mädchen und Jungen ihre Tricks im Klassenzimmer und bereiteten hier auch ihre Materialien vor.

Donnerstagnachmittag war der Höhepunkt: In öffentlichen Aufführungen durften Eltern, Großeltern, Geschwister und Gäste erleben, welche Tricks Casablanca den Kindern mitgebracht hatte. Es waren so viele, dass jedes Kind mindestens einen Trick dem verblüfften Publikum präsentieren konnte. Da wurde der schnellste Kartentrick der Welt gezeigt, eine Seilbahn fuhr ohne Motor den Berg hinauf und beim Schnellrechnen ließen die Mathekünstler sogar mit Taschenrechnern ausgerüstete Eltern hinter sich. So ging es Schlag auf Schlag: Die Lehrerinnen moderierten, die Kinder zauberten zum Erstaunen ihrer Zuschauer. Das Publikum zeigte sich begeistert und spendete den Künstlerinnen und Künstlern nach den Vorstellungen begeisterten Applaus.

